Social Media: Auch Marken wie Nikon machen Fehler

Ist das nicht irgendwie beruhigend? Nein. Auch große Marken mit viel Manpower und Budget machen Fehler. Dass es ausgerechnet eine hochwertige und bekannte Marke wie Nikon trifft, ist erstaunlich. Nikon hat sich einen sehr ärgerlichen Fauxpas geleistet. Think before you post!

Nikon: Fail in Social Media

Eigentlich wollte Nikon von Fans wissen, welche Nikkor-Objektive sie verwenden, und was sie daran schätzen. Diese kurze Frage auf Ihrer Facebook Fanpage hätte doch gereicht! Aber Nikon setzt einen Satz davor, der es in sich hat: "Ein Fotograf ist nur so gut wie die Ausrüstung die er verwendet, und ein gutes Objektiv ist unverzichtbar für gute Bilder."

Hat Nikon diese Aussage absichtlich platziert? Das erscheint unwahrscheinlich. Egal wie überzeugt sie von ihren eigenen Produkten sein mögen, diese Behauptung strotzt vor Arroganz und Unwissen.

Facebook Kommentar zu Nikons Behauptung

Nikon hat mit nur einem Satz reichlich Imageschaden herbeigeführt. Wie kann eine solches Unternehmen Fans und Nichtfans derart vor den Kopf stoßen? Unüberlegtes Posten kann sehr geschäftsschädigend sein. Das Internet vergisst nicht. Und diese eine kleine Meldung läuft um die Welt, in allen Sprachen.

Nikon Kommentare zum PR-Desaster

Fotografie ist eine Leidenschaft. Vom Hobby bis zur großen Kunst. Auf diesem hoch emotionalen Feld hat Nikon völlig versagt. Was für ein PR-Desaster.

Nikon Shitsorm | Ein Sturm im Wasserglas?

‎"A photographer is only as good as the equipment he uses, and a good lens is essential to taking good pictures!" Are you seriously saying this? A good way to destroy your reputation
Maomao Kuo | Facebook

  • Nothing against Nikon, but they created a PR disaster today!
  • That’s why I use Canon.
  • This post created a sit storm but also got Nikon a lot of publicity.
  • Such a stupid, stupid comment from Nikon!
  • Social Media Fail
  • How to piss off all your customers
  • WTF Nikon?
  • A good example of "think before you post."
  • Shame on Nikon.
  • You just totally offended a bazillion photographers.
  • Oops! Nikon screws up in PR.
  • What an absolutely ridiculous statement made by Nikon.
  • That’s what Nikon thinks about your skills.
  • This is got to be one of the worst statements, ever.
  • Who ever wrote this has no idea how a photograph is made.
  • Nikon FAIL
  • Buying a Nikon makes you a Nikon owner not a photographer
  • I can’t take good pictures because im too poor WTF

Nikons Reaktion kommt spät. Zu spät?

"We know some of you took offense to the last post, and we apologize, as it was not our aim to insult any of our friends. Our statement was meant to be interpreted that the right equipment can help you capture amazing images. We appreciate the passion you have for photography and your gear, and know that a great picture is possible anytime and anywhere."

  • Unforgiveable!
  • Apology not accepted.
  • I don’t know Nikon, I might have to switch to Canon
  • That was a weak apology
  • We need to see some heads roll!
  • You obviously don’t understand your base

"Am Beckenrand lernt man nicht schwimmen"

Social Media ist komplex und emotional. Social Media ist immer Kommunikation. Je emotionaler das Thema, desto vorsichtiger und wohlüberlegter muss man agieren. Niemand ist perfekt. Für eine gewinnbringende Interaktion muss das Medium kennen. Respekt und Aufmerksamkeit sind unerlässlich. Schwimmen muss man am Ende alleine.

Über solche Praxis-Beispiele freuen wir uns dennoch (sorry Nikon). In der Weiterbildung Social Media an der Wildner Akademie werden Positiv- und Negativbeispiele aufgegriffen und analysiert. Auf Augenhöhe zu kommunizieren, heißt auch von seinem hohen Ross abzusteigen und die Nähe des Volkes zu suchen. Der Kunde ist wieder König.

Veröffentlicht von

Philip Hoevels

Akademieleitung Wildner AG Qualitätsmanagement Online Marketing

2 Gedanken zu „Social Media: Auch Marken wie Nikon machen Fehler“

  1. Tja, das hätten sie sich früher überlegen müssen. Was einmal im Internet ist, ist schließlich auch nicht wieder weg zu bekommen. Aber irgendwo geschieht es ihnen recht. Die können nicht irgendeinen unterbezahlten Praktikanten damit beauftragen, den Facebook Account zu pflegen. Wenn die dafür keinen Profi einsetzen, sind sie selbst schuld.

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