SEO 2013: weit mehr als onpage und linkbuilding

Unter der Überschrift SEO 2012: Halten wir es einfach hat Julian Dziki einen sehr interessanten und viel kommentierten Artikel verfasst. Aus seiner Sicht sollten SEOs zu den Kernaufgaben Onpage-Optimierung und Linkbuilding zurückkehren und sich nicht auf anderen Gebieten tummeln. Das dürfte eine Sackgasse sein.

Als Teildisziplin ist SEO fast unbrauchbar. Ein bisschen am Code schrauben und für Backlinks sorgen dürfte erstens immer seltener von Erfolg gekrönt werden, zweitens ist die Arbeit auch nicht wirklich spannend oder?

SEO ist viel mehr als nur Onpage und Linkbuilding

Der Fokus muss auf der gesamten Optimierung liegen. Nicht nur für Suchmaschinen. De facto muss die Suchmaschine sogar in der Prioritätenliste weiter runtergereicht werden. Auf vielen Webseiten ist Basisarbeit zu leisten. Klärung der Ziele einer Website zum Beispiel.

Die Basis-Bausteine sind immer die Gleichen: Content, Design, Usability, Ladezeit. As simple as that. Auch wenn die Zutaten bekannt sind, die Mixtur und Ausformulierung sind derart vielfältig, dass es keine Patentrezepte gibt. Hier kommen Erfahrungen ins Spiel.

Die Stärke der Suchmaschinenoptimierer ist, dass wir schon immer ein sehr übergreifendes Wissen zu den einzelnen Online Marketing Disziplinen brauchten. (Alexander Holl von 121Watt)

Dieses Statement kann ich nur unterschreiben. SEO ist systemrelevantes und zentrales Optimierungsorgan im Online Marketing. Es geht dabei weniger um die Frage, wie Google-konform gearbeitet wird, sondern um die Frage, wie wir allen Beteiligten Qualität beweisen.

2013 wird für SEO spannend bleiben

Erst vor kurzem hat Google die Kraft der Keyword-Domains infrage gestellt (Exact Match Domains). Die Themen Local, Social und Mobile werden weiter an Bedeutung gewinnen. Das semantische Web mit Struktur-Unterstützung von HTML5 steht vor der Tür. Allesamt Themen, die übergreifendes Wissen erfordern.

Ein Appell an Unternehmen

Holen sie sich das notwendige Know-how ins Haus. Investieren sie in Ihr eigenes Personal zum Beispiel in Form einer Weiterbildung, und holen Sie sich Fachkräfte am Arbeitsmarkt. Die Optimierung der eigenen Website erfordert interdisziplinäres Denken und Handeln. Dieser kontinuierliche Prozess kann inhouse am Effektivsten gelebt werden.

Ein Appell an SEO-Agenturen

Entwickeln sie Ihr Portfolio zur Full-Service-Agentur für alle online Belange. Bieten sie mehr als SEO. Glänzen Sie mit Branchen-Wissen. Betreiben Sie ein ausgedehntes Netzwerk, um bei Bedarf Aktivitäten an Ihr Skills-Netzwerk weiterzugeben.

SEO: Etwas Mitleid mit Google bitte

Google hat es mittlerweile auch nicht leicht. Abertausende SEO-Verantwortliche jagen dem heiligen Gral hinterher. Ranking mit allen denkbaren Methoden. Das dürfte Google allmählich richtig nerven. Ab und an zeigt der Tiger seine Krallen und fährt größere Updates für die Suchmaschine, wie Panda, Penguin oder Venice. Da hätte Google doch lieber die "Unwissenden", die Webseiten ganz ohne SEO Hilfe erstellen.

Es ist das oft zitierte Katz und Maus Spiel. Was sind besonders wirksame Elemente im Google Algorithmus und wie kann eine Lücke ausgenutzt werden? Hier befinden wir uns schnell in einer Grauzone in Punkto SEO. Lohnt sich dieser Aufwand noch? Ja, aber die Luft wird dünner. Das Damoklesschwert der Überoptimierung hängt schnell über Einem.

Does Google consider SEO to be spam?

How can good sites that don’t know about SEO rank well?

Über den Autor

Philip Hoevels beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre aktiv mit dem Web. Als Webdesigner, Programmierer, SEO-Verantwortlicher und als Online Marketing Manager. Er ist als Dozent an der Akademie der Wildner AG seit 1997 tätig. Der Twitter-Account @wildnerakademie wird von Philip Hoevels geführt.

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Philip Hoevels

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