Blogparade: Was macht einen Social Media Profi aus?

Social Media ist immer noch ein relativ junges Thema. Aber es hat das Web im Sturm erobert. Der Wandel von Web 1.0 zu Web 2.0 hat keine fünf Jahre gedauert. Unternehmen sind im Verhältnis zu Individuen träge. Was muss ein Mensch mitbringen, um im Bereich Social Media Unternehmen professionell unter die Arme zu greifen?

Social Media & Unternehmen

Hanne Becker hat auf Ihrem Blog zu einer kleinen Blogparade aufgerufen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um als Profi im Bereich Social Media gelten zu können. Profi, Experte, Evangelist – allesamt nicht ganz ungefährliche Begriffe. Insbesondere in einer jungen Disziplin.

Wenn ich dennoch einen Social Media Profi nennen sollte, fällt mir als Erstes Mirko Lange ein. Mirko Lange ist aus meiner Sicht ein Vollblut-Kommunikationsmensch. Authentisch, offen und mit hohem Engagement unterwegs.

Bereits 1999 haben kreative Köpfe im Cluetrain-Mainfest auf anstehende Änderungen hingewiesen. Notwendige Paradigmenwechsel. Die Veränderungen sind einschneidend.

Unternehmen, die nicht realisieren, dass ihre Märkte jetzt von Mensch zu Mensch vernetzt sind, deshalb immer intelligenter werden und sich in einem permanenten Gespräch befinden, verpassen ihre wichtigste Chance.

Cluetrain Manifest – These 18

Anspruch: Medienkompetenz & Internetaffinität

Keine Angst vor Technik! Tag für Tag entstehen neue Plattformen, Tools und Dienstleistungen im Bereich Social Media. Kaum eine andere Disziplin ist derart dynamisch. Die Entwicklung ist rasant, Angebote kommen und gehen.

Das Web ist ein fast endloses Universum. Hier gilt es, sich an den richtigen Plätzen zu tummeln. Neugierde und Effizienz in der Recherche. Ein Ohr an Trends, am Markt haben, Meinungsführer und Influencer identifizieren und sich vernetzen.

Social Media Verantwortliche müssen das Thema leben. Am Beckenrand lernt man nicht schwimmen. Mittendrin statt nur dabei. Eigene Erfahrungen sammeln. Beobachten, analysieren und in die eigene Strategie übersetzen. Transferleistungen erbringen.

Im Social Web geht es um Menschen und ihre Bedürfnisse. Es geht um Kommunikation. Einfühlungsvermögen und Empathie. Eine Kommunikation auf Augenhöhe ist nur dann möglich, wenn der Respekt beider Seiten gegeben ist.

Social Media kann keine Praktikantenaufgabe sein. Social Media ist kein Außenposten. Das Thema muss tief im Unternehmen verankert sein. Zahlreiche Schnittstellen müssen bedient und koordiniert werden. Transparenz nach innen und nach außen. Nur ganzheitliches Social Media wird den erhofften ROI erzielen können.

Koordination der einzelnen Abteilungen bedeutet auch Silos zu sprengen. Wissen weiterzugeben und für alle bereitzustellen. Der Weg zur Social Enterprise ist ein langer Prozess. Ein großes Projekt.

Social Media im Unternehmen kann zur Königsdisziplin avancieren – sofern es bewusst gewollt wird. Aber es ist ein langer und steiniger Weg. Unwissen, Vorurteile und die Angst vor Veränderungen sind die größten Verhinderer.

Fazit: Social Media Kernkompetenzen

  • Medienkompetenz
  • Empathie
  • Kreativität
  • Projektmanagement
  • Resilienz

Lesenswertes aus dem Social Media Universum:

Viele Webinhalte sind wertvoll. Es geht darum, Perlen zu entdecken, kleine Schätze zu heben. Wissen ersetzt keine Erfahrung. Aber Sie können von Anderen viel lernen. Social Media ist anspruchsvoll und vielseitig – aber dafür auch extrem spannend!

Veröffentlicht von

Philip Hoevels

Akademieleitung Wildner AG Qualitätsmanagement Online Marketing

Ein Gedanke zu „Blogparade: Was macht einen Social Media Profi aus?“

  1. Er sollte wissen, dass er nie im Leben mehr ausgelernt hat. Er muss ständig und in Echtzeit am Ball bleiben, am Puls der Zeit. Die sich in Zukunft ergebenden Hebel, die er zu bedienen hat, werden immer mehr werden. Dafür hat er auf mittlere Frist einen sehr sicheren In-Job. Es werden sich noch wirklich gute Möglichkeiten ergeben – auch in monetärer Hinsicht. Wie lange dies händisch gemacht wird, wie weit Arbeiten später durch Software oder Online-Portale gemanagt werden können mag dabei die grosse Frage sein. So viele Branchen hatten Blütezeiten, wurden dann durch die Digitalisierung und technische Entwicklungen mittels kurzer Frist wieder verdrängt bzw. nahtlos ersetzt.

    Michael Marheine

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