SEO für Bilder: Über Ladezeit, OCR und Co

Erst kürzlich hat Google die Bildsuche neu gestaltet. Bilder spielen eine große Rolle im Web. Google indiziert schneller und arbeitet an besseren Bilderkennungs-Algorithmen. Sehr bald wird auch OCR (Optical Character Recognition) eine wichtigere Rolle spielen. Nutzen Sie die neuen Möglichkeiten für die Suchmaschinen-Optimierung Ihrer Bilder.

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SEO-Faktor Bildabmessungen

Bilder sollten immer mit exakten Abmessungen in die HTML-Seite eingesetzt werden. Da der HTML-Code als Erstes geladen wird, wird der Browser den Bildbereich freihalten, bis das Bild heruntergeladen ist. Damit beschleunigen Sie den Seitenaufbau im Browser.

Google ist stark an Bildern interessiert. Google selbst hat zuletzt die schnellere Indexierung bekanntgegeben. Auch über die Bildersuche gelangen Suchende auf Websites. Bilder sind immer auch ein Qualitätsmerkmal für eine Website.

Google bevorzugt Bilder mit größeren Abmessungen. Mit thumbnails (unter 200 Pixel) werden Sie keine SEO-Erfolge erzielen. Ab 300 Pixel aufwärts (Breite) wird es für Google anscheinend interessant. Achten Sie bei den Abmessungen darauf, dass Sie keine gängige Werbebanner-Größe treffen. Banner Standardgrößen können Sie leicht bei Wikipedia recherchieren.

SEO-Faktor Inhalt / OCR

Die Google Bildersuche zeigt es sehr deutlich. Google verfeinert die Motiverkennung. Sie können nach ähnlichen Bildern suchen. Google findet die Ähnlichkeiten in Bildern schon sehr gut. Achten Sie also auf inhaltlich passende Motive für Ihre Bilder.

Viele Marken lassen das Web mit Bilderkennungs-Systemen nach Ihrem Logo durchsuchen. So werden Urheberrechtsverletzungen aufgedeckt. Was diverse Marken bereits heute machen, wird auch für die breite Masse interessant. Mit Google Goggles bietet Google einen Ableger seiner Bilderkennungs-Software für einige Smartphones an. Google nutzt seine Software auch um anstößige Inhalte in YouTube Videos zu finden. Die Bilderkennungs-Software wird ständig weiterentwickelt.

In der optischen Zeichenerkennung (OCR | Optical Character Recognition) geht es um die automatische Texterkennung in Bildern. Ein Bild (Pixelgrafik) besteht aus vielen farbigen Bildpunkten. Untersucht wird deren Beziehung zueinander, um eine logische Einheit zu bilden. Diese kann dann mit bestehenden Motiven verglichen werden. Mit Intelligent Character Recognition (ICR) werden die OCR-Ergebnisse korrigiert.

Was bei Scannern und diversen Smartphones bereits üblich ist, wird auch für Google zunehmend realisierbar. Diese Möglichkeit der Texterkennung können Sie für Ihre Bilder SEO-technisch nutzen. Der Text im Bild sollte groß genug sein, um eine Erfassung zu vereinfachen. Achten Sie auf geeignete Kontraste. Bevorzugen Sie Schriftarten ohne Serifen.

SEO-Faktor Ladezeit der Bilder

Google bevorzugt schnell ladende Seiten. Neben der Server und Code-Optimierung ist die Ladezeit der Bilder zu beachten. Hier agieren viele Webdesigner fahrlässig. Anstatt über eine Stapelverarbeitung oder eine andere automatische Bildumwandlung sollte jedes Bild einzeln optimiert werden.

Mit dem Firefox Add-on Google Page Speed (Als Aufsatz zum Firefox Add-on Firebug) können Sie eine Reihe von Empfehlungen für die Verbesserung der Ladezeit einsehen. Google Page Speed macht auch Vorschläge für die Bildoptimierung. Es werden optimierte Versionen der Bilder angeboten. Da es nicht ratsam ist JPEG-Bilder mehrfach im JPEG-Format zu speichern, sollte die Bilderoptimierung selbst vorgenommen werden.

Google Page Speed | SEO Faktor Ladezeit

Was Adobe Fireworks mit SEO zu tun hat

Adobe Fireworks schlägt andere Bildbearbeitungs-Tool in Punkto Bildoptimierung für das Web um Längen. André Reinegger hat erst kürzlich einen umfangreichen Artikel zu Adobe Fireworks verfasst.

Wer Fireworks kennt, weiß, dass dieses Programm viel besser mit InDesign zu vergleichen ist als mit Photoshop. Was nämlich InDesign für Print ist, ist Fireworks für Screen und Photoshop und Illustrator dienen lediglich als Lieferant.
André Reinegger
| 50 Gründe Photoshop NICHT für Webdesign zu verwenden

Grundlagen der Bildoptimierung | SEO

  • Jedes Bildmotiv muss einzeln betrachtet werden
  • Ziel ist die geringste Ladezeit bei guter optischer Darstellung
  • Als Formate kommen GIF, PNG und JPEG infrage
  • Wenige Farben / Wenige Farbverläufe: GIF oder PNG
  • Photos: JPEG
  • Photos mit Textbereichen: selektives JPEG
  • Reduzieren Sie die Farbpalette für GIF oder PNG
  • In manchen Fällen ist PNG besser geeignet als GIF
  • Verwenden Sie PNG mit Transparenz nur wenn unbedingt notwendig

Weitere SEO Faktoren für Bilder

  • Belegen Sie den Dateinamen mit wichtigen Keywords
  • Verwenden Sie Bindestriche anstatt Unterstriche beim Dateinamen
  • Nutzen Sie im img-Element die Attribute title und alt (Wichtige Keywords sinnvoll unterbringen)
  • Geben Sie immer die Abmessungen an (Breite und Höhe in Pixel)
  • Verlinken Sie das Bild auf sich selbst (Absoluter Pfad)
  • Belegen Sie im Hyperlink das title-Attribut
  • Im Umfeld des Bildes sollten die verwendeten Keywords im Text vorkommen

Interessante Quellen im Netz zum Thema SEO und Bilder

Veröffentlicht von

Philip Hoevels

Akademieleitung Wildner AG Qualitätsmanagement Online Marketing

2 Gedanken zu „SEO für Bilder: Über Ladezeit, OCR und Co“

  1. Hallo Martin, Danke für den Input. Bei der Verlinkung geht es eher um das head-Bild. Jedes Bild zu verlinken macht tatsächlich keinen großen Sinn. Eher verlinkt man auf eine größere Darstellung, sofern nützlich. Die Spiegel-Seite macht das recht erfolgreich.

  2. Schön, vielen Dank. Das mit der Bilderkennung ist sicherlich eine spannende Frage. Klar wird Google da immer besser, mal sehen was sie daraus machen. Ob irgendwann vielleicht gar nicht mehr das keyword nötig sein wird???

    Zu den Optimierungstipps: nach meinen Beobachtungen spielt die Dateingröße noch gar keine so große Rolle. Klar sollte ein Bild keine Megabytes haben, aber ob 60 oder 100 oder 200 kb ist bislang für das Bilderranking eher nebensächlich. Aber für das organische Ranking spielt das natürlich eine Rolle.

    Den Tipp, die Bilder auf sich selber zu verlinken, halte ich auch für „gewagt“. Auch das zusätzliche Title-Attribut im Link bringt, glaube ich, höchstens minimale Vorteile. Zumindest konnte ich dadurch bislang noch keinen nennbaren Vorteil feststellen.
    Ansosnten: schön zusammengefasst, finde ich.
    Gruß, Martin

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